"Über Lamas und Alpakas - Geschichten und Wissenswertes" - In diesem Buch sind zahlreiche lustige, unterhaltsame aber auch traurige Geschichten über Lamas und Alpakas und ihre Besitzer erzählt. Eines haben alle diese Geschichten gemeinsam - es handet sich um wahre (!) Geschichten. Das Buch ist mit zahlreichen Bildern und einigen Zeichnungen ansprechend illustriert. Zusammengetragen wurde alles von 18 verschiedenen Autoren, zwei Fotografen und ein Zeichner aus der gesamten Bundesrepublik und aus der Schweiz. Diese Menschen verbindet die Freude und Liebe zu diesen südamerikanischen Kleinkamelen. Einige der in diesem Buch erschienenen Bilder stammen von uns und unseren "Wedemark-Lamas".

Ein Teil des Erlöses unterstützt LAREU (Llama & Alpaca Registries Europe). LAREU ist ein europäisches Register für Neuweltkameliden, das ständig erweitert wird. Es ist in Zusammenarbeit mit dem bekannten Tierregister TASSO entstanden. LAREU ermöglicht es allen Alpaka- und Lamahaltern, ihre Tiere kostenlos und länderübergreifend zu registrieren und es bietet einen dreisprachigen europäischen Neuweltkamelidenpass an, in dem relevante Tierdaten eingetragen werden können. Weiter Informationen unter: www.lareu.org


Informationen zum Buch:
Martina Wiede, Melanie Nickolmann (Hrsg.)
Über Lamas und Alpakas - Geschichten und Wissenswertes
Gryphon-Verlag
ISBN 978-3-935192-96-5
Softcover, 184 Seiten
12,60 Euro

Zu bestellen über den normalen Buchhandel oder direkt beim Verlag: www.Gryphon-Verlag.de


Leseprobe:
Ich renne einem Macho hinterher
von Ilse Köhler

Für mein erstes Lama, den Pablo, wurde mir vom Verkäufer empfohlen, ihn als Einzeltier mit bei unseren fünf Schafen zu halten. Pablo ignorierte die Schafsmädels völlig und konzentrierte sich auf Attila, den mächtigen Rhönbock in der kleinen Herde. Seine Liebe wurde natürlich nicht erwidert sondern von Attila als lästig empfunden. Er hatte einen riesigen Schädel, mit dem er Pablo bei Bedarf weg schob. Der Winter kam mit viel Schnee und ich schürte im Haus den Kachelofen so kräftig ein, dass ich die Hitze nur in Leggins und T-Shirt ertragen konnte. Plötzlich gab es einen Tumult vor dem Fenster. Ich konnte grade noch sehen, dass der Schafsbock, gefolgt vom Lama, das Holztor im Rennen durchbrach und beide in Richtung Straße rannten. Schnelles Handeln war geboten. Ich griff, ohne näher hinzusehen, die erstbeste Fußbekleidung und merkte beim Verfolgen sehr bald, dass es sich um die großen, schweren Stiefel meines Mannes handelte. Egal, ich musste die beiden Ausreißer erwischen. Attila bog in die Scheune ab. Gut so! Pablo jedoch nutzte die Gelegenheit und galoppierte aus dem Dorf in Richtung Hauptstraße. Panik meinerseits ließ mich auf der verschneiten Straße schneller rennen. Autos kamen mir entgegen und die Fahrer starrten mich an. Meine Kleidung wurde mir bewusst: Ich trug nur Unterwäsche und riesige Stiefel.

Wie die Geschichte ausgeht, erfahren Sie im Buch.